Licht in den Pflegealltag bringen
Liebe Leserinnen und Leser
Eine Demenz entwickelt sich über Jahre, Jahr-
zehnte langsam, schleichend, unbemerkt,
bis dann plötzlich nichts mehr geht. Was ist
passiert? Ein erschütterndes Erlebnis kann
ein Auslöser sein. Der Tod eines nahen Ange-
hörigen, die Erinnerung an Tage und Nächte
im Krieg, auf der Flucht. Hochbelastende
Erlebnisse überfluten den Körper und die Seele.
Demenz-Betroffene suchen ihre eigene
Wahrheit. Wo liegt der Sinn in meinem Leben?
Tief vergraben durch äußere und innere
Brüche, Verletzungen, Abhängigkeiten kommt
der Betroffene in existentielle Bedrängnis.
Was können wir tun? Was nimmt Angst,
Unruhe und Verzweiflung? Wärmende Worte
und Mahlzeiten, feine Pflegegesten, eine
schöne Umgebung und sinngebende Teilhabe
am Leben helfen, Licht und Zuversicht zu
bringen.
Stöbern Sie bei einer Tasse Tee in Ruhe
durch meine Seiten und entdecken Sie
Hilfreiches für sich und den Menschen, den
Sie begleiten. Vieles Neue fordert Ihre Aufmerksamkeit. Lassen Sie sich unterstützen
von Pflegeberatungen und der örtlichen Selbst-Hilfe. Informationen und Austausch mit anderen betroffenen Angehörigen nimmt die Scheu, über Demenz und alles, was dazu gehört, zu sprechen.
Demenz ist eine fortschreitende neuro-degenerative Erkrankung, die alles verändert.
In meinen Büchern geht es um Fachwissen, aber auch um sehr persönliche Erfahrungen. Ich leite die Selbsthilfegruppe "Prinz Eisenherz" im Haus Memoritas, einer Tagespflegeeinrichtung der Alzheimer Gesellschaft Lübeck, berate pflegende Angehörige in Häuslichkeit und Pflegeheim, schreibe Artikel, halte Lesungen und arbeite als Dozentin in der Angehörigen-Schulung.
Der Dialog mit Ihnen ist mir wichtig, um der Erkrankung Demenz ein Gesicht zu geben. Das unserer Mütter, Väter, Partner und Freunde.
Astrid Wörn

